Eine kommerzielle SMS in Frankreich zu versenden, ist keine Frage guter Praxis: Es ist ein rechtliches Regime mit genauen Regeln und einer Aufsichtsbehörde. Dieser Rahmen ist wenig bekannt, auch bei denen, die ihn ohne jede Absicht zu schaden überschreiten.
Dieser Artikel beschreibt den geltenden Rahmen, er stellt keine Rechtsberatung dar. Wenden Sie sich für einen konkreten Fall an eine juristische Fachkraft.
Der Grundsatz: die Einwilligung zuerst
Kommerzielle Werbung per SMS beruht auf der vorherigen und ausdrücklichen Einwilligung des Empfängers. Das nennt man Opt-in: Die Person muss aktiv zugestimmt haben, diese Nachrichten zu erhalten, bevor die erste versendet wird.
Was das konkret ausschließt:
- Ein bereits angekreuztes Kästchen. Die Einwilligung muss aus einer aktiven Handlung hervorgehen.
- Eine Nummer, die von einem Dritten stammt, ohne dass die Person dieser Weitergabe zugestimmt hat.
- Eine Einwilligung, die für einen Zweck erteilt und dann für einen anderen weiterverwendet wird.
Die vorherige Einwilligung und ihr Gegenstück, das Widerspruchsrecht, bilden das Fundament der Regelung.
Der STOP-Hinweis ist nicht optional
Jede Nachricht mit kommerziellem Charakter muss eine einfache und kostenlose Möglichkeit zum Widerspruch angeben. In der Praxis ist das das Schlüsselwort STOP, oft zusammen mit einer Kurznummer. Mit STOP zu antworten muss genügen, um die Sendungen zu beenden — ohne zusätzliche Schritte, ohne Begründung und ohne unangemessene Verzögerung.
Eine Werbenachricht ohne diesen Hinweis verstößt gegen das Gesetz. Und einer STOP-Anfrage nicht nachzukommen, ist ein eigenständiger Verstoß, der zum ersten hinzukommt.
Der Werbetreibende muss erkennbar sein
Der Empfänger muss erkennen können, wer ihm schreibt. Eine anonyme Nachricht oder eine, die mit einem Namen unterzeichnet ist, der keiner realen Einheit entspricht, erfüllt diese Anforderung nicht — und das ist im Übrigen eines der Merkmale, das eine legitime Kampagne von einem Betrugsversuch unterscheidet.
Was dieser Dienst nicht erlaubt
Zum eigenen Rahmen müssen wir deutlich sein: Mon SMS Gratuit ist für persönliche, einmalige Sendungen bestimmt. Werbekampagnen, Massenversand und kommerzielle Werbung sind durch unsere Nutzungsbedingungen untersagt.
Das ist keine übertriebene Vorsicht. Ein kostenloser Dienst ohne Anmeldung kann weder den personalisierten Absendernamen noch die Zustellbestätigungen noch die Nachvollziehbarkeit der Einwilligung bieten, die eine rechtskonforme Kampagne erfordert. Für die professionelle Nutzung ist ein kostenpflichtiges Gateway die einzig vertretbare Wahl, wie wir in unserem Vergleich kostenlose SMS oder kostenpflichtige API darlegen.
Wenn Sie selbst betroffen sind
Wenn Sie unerwünschte Werbenachrichten erhalten, bestehen zwei Wege nebeneinander. Die Meldung an die 33700 speist das Verfahren, mit dem Netzbetreiber Nummern an der Quelle abschalten können; das Vorgehen ist auf unserer Seite zur Meldung unerwünschter SMS beschrieben. Und wenn ein Absender Ihre STOP-Anfrage ignoriert, steht Ihnen eine Beschwerde bei der CNIL offen: Die Missachtung eines Widerspruchs fällt unmittelbar unter die DSGVO.



