Die Masche mit dem wartenden Paket
Das verbreitetste Szenario, weil es fast immer zutrifft.
Dies ist der häufigste SMS-Betrug, und seine Stärke beruht auf einer simplen Statistik: Zu jedem Zeitpunkt wartet ein großer Teil der Empfänger tatsächlich auf ein Paket. Die Nachricht muss also gar nicht glaubwürdig sein, sie muss nur zum richtigen Zeitpunkt eintreffen. Sie meldet ein festhängendes Paket, verlangt ein paar Euro Gebühren und verweist auf eine Seite, die die Website eines bekannten Zustellers nachahmt.
So funktioniert diese Masche
Die Nachricht spricht von einem liegen gebliebenen Paket, von unbezahlten Zollgebühren oder einer unvollständigen Adresse und bietet einen Link zur Klärung an. Die Zielseite übernimmt das Erscheinungsbild eines Zustellers und verlangt die Zahlung eines kleinen Betrags – ein oder zwei Euro – per Karte. Der Betrag ist nicht das Ziel: Er dient allein dazu, eine gültige Kartennummer zu erlangen, die anschließend für weitaus größere Abbuchungen genutzt wird, manchmal erst Wochen später.
So erkennen Sie sie
- Sie erwarten gar kein Paket, oder Sie haben bei keinem Händler bestellt, bei dem eine Verzollung anfallen würde.
- Der genannte Zusteller ist nicht derjenige, den der Händler, bei dem Sie bestellt haben, tatsächlich einsetzt.
- Es fehlt eine Sendungsnummer, oder sie entspricht auf der offiziellen Website des Zustellers keiner Sendung.
- Die verlangten Gebühren sind lächerlich gering: Eine echte Verzollung wird niemals für einen Euro über einen Link in einer SMS beglichen.
Was tun, wenn Sie diese Nachricht erhalten haben
- 1
Klicken Sie nicht auf den Link
Schon das bloße Öffnen der Seite kann bestätigen, dass Ihre Nummer aktiv ist, was Sie weiteren Kampagnen aussetzt.
- 2
Prüfen Sie direkt beim Zusteller
Öffnen Sie die offizielle Website des Zustellers, indem Sie die Adresse selbst eintippen, und suchen Sie Ihre Sendungsnummer. Existiert sie nicht, ist die SMS betrügerisch.
- 3
Leiten Sie die Nachricht an 33700 weiter
Die Meldung ist kostenlos. Sie erhalten eine automatische Anfrage nach der Absendernummer: Senden Sie diese unverändert zurück.
- 4
Löschen Sie die Nachricht und blockieren Sie die Nummer
Das Blockieren schützt Sie sofort, unabhängig von der Meldung, die an der Quelle ansetzt.
Was Sie niemals tun dürfen
- •Geben Sie niemals eine Kartennummer auf einer Seite ein, die Sie über einen per SMS erhaltenen Link erreicht haben.
- •Rufen Sie die Absendernummer nicht zurück: Sie kann kostenpflichtig überteuert sein.
- •Antworten Sie einer betrügerischen Nachricht nicht mit STOP: Anders als bei einer Werbe-SMS bestätigt das nur, dass Ihre Nummer aktiv ist.
Häufige Fragen
Ich habe die Gebühren bezahlt – was soll ich tun?+
Wenden Sie sich sofort an Ihre Bank, um die Karte sperren zu lassen, und melden Sie anschließend den Betrug; cybermalveillance.gouv.fr beschreibt das Vorgehen je nach entstandenem Schaden.
Kann ein echter Zusteller Gebühren per SMS verlangen?+
Zollgebühren gibt es bei Importen tatsächlich, doch sie werden auf der offiziellen Website des Zustellers beglichen, niemals über einen per Nachricht versendeten Link.
Mon SMS Gratuit ist mit keiner der auf diesen Seiten genannten Organisationen verbunden; sie werden nur erwähnt, weil Betrüger ihren Namen missbrauchen. Unser Dienst ist zudem ausschließlich für persönliche, einmalige Sendungen bestimmt: Er versendet weder Kampagnen noch Werbenachrichten und kann nicht die Quelle einer betrügerischen SMS sein, weder unter unserem Namen noch unter dem eines Dritten.
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